albGLOBAL

 

Umweltgerechter produzieren

Ressourcen schonen

gerechter teilen und konsumieren

Recht auf Nahrung verwirklichen

Klima stabilisieren

Energie sparen

fairer Handel

selbstbestimmte Kommunikation

Ich - wir - wir alle - alle ?

Jetzt - bald - später - zuletzt - zu spät - nie ?

 

Eine gemeinsame Umsetzung der Gedanken über die Globalisierung mit allen Kontinenten auf freier Alb-Fläche soll Besucher und Passanten zum MIT-, UM- und WEITERdenken anregen. Unsere Zukunft auf der Alb ist immer stärker verbunden mit der Zukunft aller anderen Mitbewohner dieser einen Erde.

 

Podiumsgespräch

Freitag, 7. März 2008, 20 Uhr

Dorfgemeinschaftshaus St. Johann-Gächingen

 

Podium

Karl Weinmann, Geschäftsführer der Weinmann

Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann-Lonsingen

Roland Vetter, Dipl.-Designer, Giengen an der Brenz

Maria Rihm, IGM Reutlingen, St. Johann-Lonsingen

Ulrich Rapp, Theologe, Eningen

Werner Goerlich, Forstdirektor i.R., Kohlstetten

 

Gesprächsleitung:

Peter Fischer, 1. Vorsitzender Kunstforum St. Johann e.V.

 

Klangcollage:

Heinz Baumann, August Faller, Wolfgang Jäger

Texte: Freia Fischer

Zur Installation: Ulrike Muth

Fotos: Wolfgang Jäger

 

Zwischenbilanz und Echo

Installation AlbGLOBAL

 

Was is au des? dachten viele Vorbeifahrende und Vorbeigehende über die große Installation auf der Bleichstetter Wiese. Die wenigsten konnten sich aus der Distanz und auf Anhieb einen Reim darauf machen.

 

Eine Altbäurin stolz: Wir sind hin und selber dahinter gekommen, 2-3 mal gucken und das Hirn war angekurbelt.

 

Altortsvorsteher Ernst Holder: Der Zulauf war nicht schlecht. Viele hielten aus Neugier und wollten sehen was da dem Wetter trotzt.

 

Die Schulanfängergruppe des Bleichstetter Kindergartens mit Frau Ritter hatte keine großen Probleme. Die Kinder sprangen im Schnee von Kontinent zu Kontinent und wollten wissen wo sie gerade sind. Am Amazonas, dem Kap der Guten Hoffnung, in Alaska oder im Himalaja. Mit den Füßen testeten sie wie voll oder leer die Schüsseln der verschiedenen Kontinente waren. Sie waren dem gesamten Globus und seinen Bewohnern gegenüber aufgeschlossen

 

Pfarrer Fingerle: Das gut sichtbare Objekt hat eine theologische Dimension.

 

Ein Besucher: Die Nähe der Kontinente und die Nähe der vollen und leeren Schüsseln, Reiche und Arme so verteilt und so dicht beieinander, das hat mich beeindruckt. Auch das Alltägliche der Umgebung - die Wiese, der Wald und keine "heilige Halle"-

 

Eine Hundefreundin: Die vielen Spuren im frischen Schnee, von Besuchern mit großen und kleinen Füßen, von Hunden und auch von Wildtieren waren ein eigenes Kunstwerk, der Obelisk von Spuren eng umringt.

 

Eine Anwohnerin: Die vielen dicken blauen Fäden führten die Einbindung aller Kontinente und aller Menschen dieser Erde in ein gemeinsames Schicksal eindringlich vor Augen.

 

Eine Besucherin: Der Einfluss des Wetters hat mich beeindruckt, die Reinheit des Schnees, die Umhüllung des Nebels und dazu die Lichtspiele der vorbeifahrenden Autoscheinwerfer auf den Fäden, dem silbernen Obelisk und den Kontinente verkörpernden Stangen.

 

Das Kunstforum freut sich über das positive Echo und die geringen Schäden durchs Wetter und die Besucher - und folgte dem Motto Klees:

Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder sondern macht sichtbar.

 

Peter Fischer, Vorsitzender, 02.03.2008